In Manchester wurde am 12.September 2008
H.E. Don Carlos Gereda de Borbón,
Marquis d’Almazán

zum 49. Großmeister des vereinten Ordens gewählt
und durch das geistge Oberhaupt des Ordens
Seine Seligkeit Patriarch Gregory III
in sein hohes Amt eingesegnet.

Der neue
Großmeister legte in der Kathedrale von Manchester vor GOTT und
der Ordensgemeinschaft seinen Amtseid ab:



Im Namen des Vaters, des Sohnes, des Hl. Geistes, der Jungfrau
Maria und des Hl. Lazarus wünschen wie in Deutschland unserem
neuen gemeinsamen Großmeister Gottes Segen und
Durchsetzungskraft für die Umsetzung der Vereinigung des Ordens.
Wir versprechen die Einheit des Ordens im Sinne der Gedanken von
Potsdam, Wien und Manchester national zu vollenden.
Atavis et armis
Der 49. Großmeister des Ordens stellt sich Ihnen selber
vor:

Ich bin in Montevideo, Uruguay, geboren, wo
meine Eltern nach dem Spanischen Bürgerkrieg lebten und ein
geerbtes Landgut bewirtschafteten. In sehr frühem Kindesalter
kehrte ich nach Spanien zurück, bis ich in England zur Schule
ging. Zuerst besuchte ich die Ladycross-Grundschule in Seaford,
Sussex und trat später ins Gymnasium der Benediktiner in
Downside, in der Nähe von Bath, ein. Nebst dem Bestehen des
Abiturs übte ich in jenen Schuljahren praktisch jede bestehende
Sportart aus, allerdings mit mehr Enthusiasmus als mit
hervorragenden Leistungen. Heutzutage habe ich jegliche
sportliche Betätigung aufgegeben und habe nur noch Übungen im
Blick.
Nach dem Schulabschluss kehrte ich nach Madrid zurück, wo ich
zur Universität ging, um Industrietechnik und
Wirtschaftswissenschaften (M.B.A.) zu studieren.
1975 heiratete ich meine Gattin Blanche und begann meine
berufliche Laufbahn mehr als Unternehmer für
Wirtschaftsentwicklung, denn als praktischer Ingenieur. So blieb
es zum größten Teil in meiner Karriere dabei, das ich in der
ganzen Welt herumreiste, vom Fernen Osten his Südamerika und
quer durch Zentraleuropa, und so allerlei Arten von Geschäften
in vielen unterschiedlichen Kulturen verhandelte. Zuerst war ich
mit dem Entwurf von Öl-raffinerien und Petrochemischen Anlagen
bei Foster Wheeler International befasst, darauf im
Ziviltechnik-Bereich der Eptisa-Gruppe und während der letzten
20 Jahre im Telekom-Sektor bei Alcatel. Ich muss sagen, dass ich
in all diesen Aktivitäten sehr erfolgreich gewesen bin. Nach all
diesen Jahren habe ich mich dann entschlossen, mein Berufsleben
sozusagen an den Nagel zu hängen. Daher habe ich heute keinen
Arbeitsvertrag mehr, der mich an irgendeine spezifische
Tätigkeit bindet, obwohl ich noch mit einigen Unternehmungen und
Institutionen zusammenarbeite, um meine internationale Erfahrung
einzubringen. Das gegenwärtig wichtigste Projekt, an welchem ich
beteiligt bin, ist die Errichtung eines Museums oder Zentrums
für Wissenschaft und Erholung in Malaga. Mit einer Grundfläche
von mehr als 20.000 m2 wird es das bedeutendste seiner Art im
Mittelmeerraum werden.
Von 1979 bis 1986 lebte ich mit meiner Gattin für rund 7 Jahre
in Buenos Aires, Argentinien, wo ich nebst all den zuvor
aufgeführten Aktivitäten eine kleine Firma für
Erdöl-Dienstreistungen gründete die immer noch in Betrieb ist.
Aus den vielen mich interessierenden Aktivitäten zählen heute zu
meinen Freizeitbeschäftigungen die Astronomie,
Automotoren-Mechanik (Classic Cars) - wo ich gegenwärtig am
Entwurf und der Serienproduktion eines speziellen Bentley
arbeite - und Musik, wenn immer möglich klassische Musik. In
diesem Bereich organisieren wir Hauskonzerte mit jungen
Künstlern aus Spanien, die begabt sind für Klavier und
Kammermusik.
Nebst meiner Gattin besteht meine Familie aus meiner Mutter,
welche mit 90 Jahren noch immer sehr rüstig ist, sowie zwei
Brüdern. Wir haben keine Kinder.
Bezüglich des Adeltitels Almazán ist zu bemerken, dass dieser
1575 von König Philipp II. von Spanien an Francisco Hurtado de
Mendoza, Fürst von Almazán und 3. Graf von Monteagudo de Mendoza
verliehen worden ist. Meine Stellung in der Bourbon-Familie
ergibt sich aus der Abstammung aus der Linie des Herzogs von
Santa Elena, meines Großvaters, an zweiter Stelle nach dem
Herzog von Sevilla, meines gegenwärtigen Cousins. Beide stammen
wir ab von König Carlos IV. von Spanien und von Prinz Heinrich,
dem Herzog von Sevilla. Im Übrigen stammt meine Gattin aus der
Linie der Schwester von Prinz Heinrich, der Prinzessin Maria
Theresa, und Schwester von König Francis, dem Gemahl der Königin
Elisabeth II. von Spanien. Unser Zweig der Familie wird als der
zweite nach der Königlich-Spanischen Familie betrachtet.
Hinsichtlich meiner Abstammung aus dem Hause Habsburg denke ich,
dass die Kaiserin Maria Theresia von Österreich mit beinahe
sämtlichen europäischen Königshäusern verbunden ist.
Bezüglich meiner Einbindung in den Lazarus-Orden muss ich sagen,
dass diese stets von großer Nähe gekennzeichnet war, weil mein
Großvater und mein Ur-Großvater beide Ordensmitglieder waren.
Mit großem Stolz empfand ich meine im vergangenen Jahr erfolgte
Aufnahme in den Orden im Großpriorat von Spanien. Es ist
richtig, dass ich bis vor kurzem zufolge meiner beruflichen
Aktivitäten und der damit verbundenen Hektik kaum Gelegenheit
hatte, am Ordensleben teilzunehmen. Ich hoffe, dass ich nunmehr
von Nutzen sein kann für den Orden und die karitativen
Aktivitäten weltweit. Maine Gattin und ich, wir sind beide
praktizierende Katholiken mit wenig Erfahrung in Ökumenischen
Bewegungen, obschon wir die Idee unterstützen. Ich muss sodann
eingestehen, dass meine praktischen Kenntnisse über den Orden
eher bescheiden sind, sodass ich als eines der ersten Dinge, die
ich unternehmen möchte, eine vertiefte Kenntnis zu erwerben,
auch über das „Wer ist wer", über das was getan wurde, und über
die Situation in jedem Land. Ich bin mir jetzt durchaus bewusst,
dass wir zuallererst junge Menschen für den Orden gewinnen
müssen, internationale Projekte ausweiten durch Co-
Finanzierung, uns mehr auf internationale Lepra-Hilfe und
örtliche Aktionen konzentrieren sollen und unsere christlichen
Pflichten gegenüber den Bedürftigen und Notleidenden,
insbesondere im Heiligen Land, ausweiten.
Chevalier Carlos Gereda KCLJ
Übersetzung aus dem Englischen
Originaltext für PRC: scw - 2008-07-17